Urheberrecht

Immer wieder werden Fragen zum Thema Urheberrecht gestellt.... vielleicht findet man hier einige Antworten... im “Falle eines Falles” muss man fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Quelle: IHK / Mai 2010

Das MĂ€rchen des Allgemeingut...

Trotzdem das die Strafen sehr hart sind ist die Versuchung oft recht groß ...sie ist nur einen Mausklick entfernt ...und es wird einem allzu leicht gemacht ...

Wer im Internet Bilder, Texte, Grafiken und Musik findet und fĂŒr die private und auch gewerbliche Nutzung nimmt, verstĂ¶ĂŸt gegen das Urheberrecht.

Es ist ein Vergehen, das sowohl strafrechtliche und zivilrechtliche Folgen hat. Die Verletzung des Urheberrechts verursacht Strafen von mehrstelligen BetrĂ€gen bis hin zu 3-5 Jahren Haft. Dazu können Schadensersatzzahlungen kommen und die Verpflichtung, die Gerichts- und Anwaltskosten ĂŒbernehmen zu mĂŒssen.

Nicht selten basiert dieses VergnĂŒgen auf dem Irrglauben, daß das Internet Allgemeingut sei und auch kostenlos zu VerfĂŒgung stĂŒnde. Das www ist jedoch kein rechtsfreier Raum. Noch dazu ist er weltweit offen.

Auch online gilt das Urheberrecht, das die Ideale des Urhebers und die wirtschaftlichen Interessen an seinem Werk schĂŒtzt.

 

Ein solcher Vermerk © kann sinnvoll sein, zwingend notwendig ist er nach deutschem Recht aber nicht. Auch ohne besondere Kennzeichnung besteht allein dem Urheber das recht auf Verwertung. Das beinhaltet die Bearbeitung des Werkes, die VervielfĂ€ltigung, die Ausstellung und die öffentliche Wiedergabe. Auch einzelne Elemente können hier dem Urheberrecht unterliegen, z.b Online-WörterbĂŒcher, WĂ€hrungsrechner, inch-in-cm Umrechnungstabelle, sowie die optische Gestaltung einer Seite und deren Aufbau...

Links auf fremde Seiten sind bedĂŒrfen keiner gesetzlichen Genehmigung - sind also grundsĂ€tzlich nicht verboten. Allerdings dĂŒrfen hier die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen nicht verletzt werden. Verbotene Links sind Links zu Webseiten mit verfassungswidrigem oder pornografischen Inhalt und zu verbotenen Publikationen. Auch Webseiten die MP3 Dateien, software Cracks oder Seriennummern im Web anbieten. Vorsicht auch bei der Darstellung fremder Seiteninhalte in eigenen Frames.

 

Unter diesem Schutz stehen alle kĂŒnstlerischen und geistigen Leistungen, die eine gewisse Schöpfungshöhe und KreativitĂ€t erweisen. Hierzu gehören Ton - und Musikaufnahmen, Texte, Fotografien, Filme, GemĂ€lde, Skulpturen, Rundfunksendungen, Kompositionen, Anleitungen etc...und das schon im Augenblick ihrer Entstehung.

Das Urheberrecht bedarf keiner Anmeldung oder Beantragung - es gilt automatisch. Es gibt kein Urheberrechts-Register, es ist in D nicht rechtlich notwendig ein © einzubringen.

 

Was tun, wenns passiert ist?

In der Regel kommt ein Schreiben eines AnwaltsbĂŒros plus eine Rechnung der Gegenseite. Bei einer Strafanzeige meldet sich gleich die Staatsanwaltschaft oder die Polizei steht vor der TĂŒr.

In jedem Fall muß das Material sofort entfernt werden. Danach sollte man versuchen eine gĂŒtliche Einigung zu erzielen, somit den Schaden so gering wie möglich halten. Möglicherweise verbleiben auch bei gĂŒtlicher Einigung die Anwaltskosten beim Verursacher.

 

Noch etwas:
das Urheberrecht fĂŒr Werke gilt 70 Jahre ĂŒber den Tod des Urhebers hinaus. Erst danach handelt es sich um Allgemeingut..

Verboten:

Aus einem Buch Muster/Motive oder Anleitungen kopieren und weitergeben. Damit einen Kurs geben und an die Kursteilnehmer verteilen.

Eine Kauf-Anleitung kopieren, weitergeben oder einen Kurs geben und die Kopie an die Teilnehmer weitergeben.

Eine Idee abgucken, durch “gucken” oder fotografieren, nachmachen und als seine eigene Idee gewerblich verwerten.

Eine Arbeit aus irgendeinem Patchworkheft oder -buch nacharbeiten und diese als “Eigene” verkaufen.

Bilder zeigen, die man entweder nicht gemacht hat und deren Freigabe nicht eingeholt wurde. Schon gar nicht, wenn keine eigene Arbeit darauf gezeigt wird, sondern fremde Arbeiten.

Jegliche Verwendung von nicht eigenen Bildern aus dem www zur gewerblichen Nutzung.

 

 

Erlaubt:

Verwenden und zeigen von Bildern mit Erlaubnis des Bildrecht-EigentĂŒmers.

Nacharbeiten von Anleitungen aus Magazinen und BĂŒchern zur eigenen Verwendung.

In einer Gruppe ein Projekt aus einem Buch nÀhen, wenn jede/r Teilnehmer/in das Buch besitzt und die Arbeit dann nur zum eigenen Zweck erstellt.

In einer Gruppe ein Projekt nacharbeiten mit Erlaubnis des/der Urhebers/in - dies zur Sicherheit schriftlich einholen.

Bilder zeigen, von nachgearbeiteten Arbeiten, mit Quellenangabe und / oder Benennung des / der Urhebers/in.

z.B. ...angelehnt an eine Idee von ...x?x

...nach der Technik von...x?x...

...genÀht nach der Anleitung von...x?x...

...genÀht in abgewandelter Art, aus dem Buch ..yxz..von x?x..

 

 

Meist ist es erlaubt zu Charity-Zwecken ein Projekt zu erstellen - Spendenquilts etc.., dabei natĂŒrlich den Urheber des Motivs oder des Fotos, nennen - jedoch wĂŒrde ich versuchen, immer sicherzustellen, das man es darf ...Genehmigung einholen!

Immer aufmerksam im Buch/im Heft das Kleingedruckte lesen.

Manche Designer schrĂ€nken das Nutzungsrecht sehr stark ein. z.B gibt es Stickmuster, die nicht einmal zur Werbung öffentlich gezeigt werden dĂŒrfen.

Oder - man darf es nÀhen, aber GenÀhtes auf keinen Fall verkaufen....oder absticken und auf keinen Fall, das Gestickte in irgendeiner Art, verkaufen...

 

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